Verkehrsstrafen im Ausland

Die Ferien nähern sich mit großen Schritten. Viele Österreicher werden mit dem Auto in den Urlaub fahren. Wer dabei die Landesgrenzen verlässt, sollte über die Verkehrsstrafen informiert sein. Denn in manchen Ländern werden Verkehrssünder ordentlich zur Kasse gebeten.

Am 30. Juni starten die Schulferien in Wien, Burgenland und Niederösterreich und am 7. Juli in den westlichen Bundesländern. Viele Österreicher werden dann in die Autos springen, um sich mit dem eigenen Fahrzeug auf den Weg in den Urlaub zu machen.

Da das Urlaubsbudget bei Reisen ohnehin stark belastet wird, sollten sich Autofahrer über Tempolimits und andere Vorschriften informieren. Zwar sind nach wie vor die skandinavischen Länder Spitzenreiter, was die Höher der Strafen anbelangt. Doch auch einige südliche Länder wie Italien, Spanien und Griechenland können für Verkehrssünder zu einem teuren Pflaster werden, wie der ÖAMTC bestätigte.

Strafen „reisen mit“
Früher wurden von Ausländern begangene Delikte nicht weiter verfolgt. Das ist längst nicht mehr so. Offene Auslandsstrafen können von den österreichischen Behörden übrigens zwangsweise eingetrieben werden. Voraussetzung ist, dass das Reiseland die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen für die grenzüberschreitende Vollstreckung geschaffen hat.

Norwegen:
Alkohol: In Norwegen führt alkoholisiertes Fahren in Einzelfällen sogar zu Gefängnisstrafen.
Überholen: Außerdem gelten in Norwegen für Überholverstöße mit 670 Euro europaweit die höchsten Strafen. Ausländische Fahrer, die die Autofähre von Hirtshals (Dänemark) nach Kristiansand nehmen, werden auf Alkohol getetest. Die Strafe beträgt zwischen 600 und 2.000 Euro.

Dänemark:
Allgemeines: In Dänemark sind die Strafen großteils an den Gehalt gekoppelt.
Alkohol: Alkohol am Steuer kann in Dänemark einen ganzen Monatsverdienst kosten.

Deutschland:
Alkohol: Alkohol am Steuer kostet bei unseren Nachbarn mindestens 500 Euro.
Umweltzonen: Vorsicht vor den Umweltzonen, die es bereits in 50 Städten gibt. Zu Verschärfungen kam es beispielsweise in Heidelberg, Tübingen, Ulm, Freiburg oder Heilbronn. Hier dürfen Autofahrer mit gelber und grüner Plakette einfahren

Schweiz:
Allgemeines: Die Schweiz ahndet schwere Verkehrsverstöße mit besonders hohen Strafen.
Geschwindigkeitsübertretung: Ein Tempo-Vergehen von 50 km/h oder mehr kostet mindestens 690 Euro.
Alkohol: Die Strafhöhe für Alkoholdelikte beginnt bei 465 Euro.
Vignette: 165 Euro müssen Autofahrer zahlen, wenn sie ohne Vignette unterwegs sind

Italien:
Allgemeines: Von 22 bis 7 Uhr kosten Verstöße wie Geschwindigkeitsübertretungen um ein Drittel mehr. Es gilt ein Punkteführerscheinsystem, Verstöße könnten zu Punkteabzug führen.
Alkohol: In Italien müssen alkoholisierte Lenker mit mehr als 1,5 Promille mit der Beschlagnahmung, Enteignung und Zwangsversteigerung des Fahrzeugs rechnen. Die Mindeststrafe beträgt 500 Euro
Telefonieren: Für Telefonieren ohne Freisprechanlage drohen 150 Euro.
Geschwindigkeitsüberschreitung: Wer zu schnell fährt, für den beginnt der „Spaß“ bei 160 Euro.
Zebrastreifen: Bei einem Zebrastreifen muss angehalten werden da sonst eine Strafe zwischen 150 und 600 Euro droht

Spanien:
Allgemeines: Es gilt ein Punkteführerscheinsystem, Verstöße könnten zu Punkteabzug führen.
Falschparken: In Spanien sollten Falschparker aufpassen (bis zu 200 Euro Strafe).
Geschwindigkeitsübertretungen: Temposünder zahlen in Spanien ab 100 Euro. Mindestens 600 Euro sind bei schweren Vergehen – etwa bei Übertreten der zulässigen Geschwindigkeit um 50 km/h – zu bezahlen.
Telefonieren: Die Verwendung von Mobiltelefonen während der Fahrt ist mit einer im Fahrzeug eingebauten Freisprecheinrichtung gestattet. Telefonieren mit Headsets ist verboten, eine Strafe von 200 Euro droht.

Griechenland:
Allgemeines: In Griechenland sollten Autofahrer auf Bußgeld-Fristen achten. Verstreichen diese, erhöhen sich die Strafen drastisch.
Überholen: Ein Überholverstoß kostet bei Sofortzahlung 350 Euro. Nach Ablauf einer zehntägigen Frist verdoppelt sich die Strafe.
Gurtpflicht: Mindestens 350 Euro könnten auch bei Nicht-Beachten der Gurtpflicht fällig sein.

Niederlande:
Allgemeines: In den Niederlande wurden heuer die Strafsätze um bis zu 40 Prozent angehoben.
Parkdelikt: Falschparken kostet in den Niederlanden mindestens 85 Euro Bußgeld.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: