Das Christkind beim Finanzamt

Werte Leserinnen und Leser meines Blogs!
Ich bedanke mich für ihr Interesse an meinem Blog, wünsche mit der nachfolgenden Weihnachtsgeschichte Ihnen Allen ein schönes Weihnachtsfest und einen Guten Rutsch in das neue Jahr.
Ich werde auch im nächsten Jahr wieder einige Artikel schreiben und hoffe, dass sie Ihnen gefallen werden.
Es ist auch durchaus erwünscht Kommentare zu den einzelnen Artikel abzugeben.

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Denkt Euch ich habe das Christkind gesehen, es war beim Finanzamt zu betteln und fleh´n.
Denn das Finanzamt ist gerecht und teuer, verlangt vom Christkind die Einkommensteuer.
Das Amt will noch wissen, ob es angehen kann, dass das Christkind so viel verschenken kann.
Das Finanzamt hat so nicht kapiert, wovon das Christkind dies finanziert.
Das Christkind rief: „Die Zwerge stellen die Geschenke her!“, da wollte das Finanzamt wissen, wo die Lohnsteuer wär.
Für den Wareneinkauf müsste es Quittungen geben, und die Erlöse wären anzugeben.
„Ich verschenke Spielzeug an Kinder“ wollte das Christkind sich wehren, dann wäre die Frage der Finanzierung zu klären.
Sollte das Christkind vielleicht Kapitalvermögen haben, wäre dieses jetzt besser zu sagen.
„Meine Zwerge besorgen die Teile, und basteln die vielen Geschenke in Eile“
Das Finanzamt fragte wie verwandelt, ob es sich um innergemeinschaftliche Erwerbe handelt.
Oder kämen die Gelder, das wäre ein besonderer Reiz, von einem illegalen Spendenkonto aus der Schweiz.
„Ich bin doch das Christkind, ich brauche kein Geld, ich beschenke doch die Kinder in der ganzen Welt.
Aus allen Ländern kommen die Sachen, mit den wir die Kinder glücklich machen.“
Dieses wäre ja wohl nicht geheuer, denn da fehle ja die Einfuhrumsatzsteuer.
Das Finanzamt von diesen Sachen keine Ahnung, meinte dies wäre ein Fall für die Steuerfahndung.
Mit dieser Perspektive, welch ein Graus, fällt Weihnachten dieses Jahr wohl aus.
Denn das Finanzamt sieht es so nicht ein, und entzieht dem Christkind den Gewerbeschein.

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Hatte Weihnachten nicht noch eine andere Funktion?

Kling Glöckchen Klingeling, Rudolf, the red nose rendeer, Jingle Bells und ähnliches klingt nun schon seit Mitte November in jedem Kaufhaus den werten Besucher im Ohr. Phantastisch! Da kommt Stimmung auf. Da wird gekauft, gehandelt, verglichen und gestritten. Endlich ist wieder Weihnachten. Wir können unsere „Schenklust“ endlich wie die Sau herauslassen. Wir schenken, was das Zeug hält. Der Beschenkte wird einfach zwangsbeglückt mit den Dingen, die wir glauben, dass er unbedingt braucht.
Geld spielt keine Rolle.
Aus der Rolle fallen nur die Kinder, die mit selbstgebastelten Strohsternen oder ähnlichem versuchen IHR Verständnis für Weihnachten darzustellen. Milde belächelt gibt es dann retour den neuesten Schrei von Barbie mit eingebautem Voice-Adapter. Für den Herrn Sohnemann den letzten Schrei von Kampfspiel Marke „Brutalo light“ (ist ja für Kinder geeignet). Und weil die Playstation X ja nicht mehr zeitgemäß ist, gibts auch noch eine Playstation XX. Ob die alte kaputt ist? ist doch wurscht, Hauptsache es ist der letzte Schrei. Mein Kind braucht nicht zurückzustehen. Der Nachbarssohn hat ja auch schon das I-Phone V.
Ein Märchenbuch, ein Sagenbuch, was soll man damit, wir haben ja einen I-Pod, wo wir ja Hörbücher draufspielen können. Ob das Kind lesen kann? Ist das nicht unerheblich? Jeder bessere 08/15 PC hat heute schon Sprachaus- und Eingabe. Ist eigentlich für Personen mit Beginderungen gedacht gewesen. aber wenn er es schon hat, sollte man die Ressourcen nutzen.
Somit bleibt nur noch mit dem abschließenden Artikel aus dem Kurier zu wünschen, dass bis Weihnachten vor lauter heiligen Weihnachtsliedern nicht die Birne beim Einkaufen platzt.

Alle Jahre wieder: Der Weihnachtseinkaufsspaß beginnt und damit auch das fröhliche Was-bleibt-am-Ende-in-der-Kasse-Raten des Handels.

Erst die Umfragen: Die Österreicher werden heuer etwas weniger ausgeben als im Vorjahr, sagt market. Aber mehr Wiener wollen schenken, sagt die Wirtschaftskammer. So gleicht sich’s wieder aus. Dann die Bilanzen: Geschäft mau (nach dem ersten Einkaufssamstag, der außertourlich grad war), etwas im Minus (nach dem dritten), lässt sich noch aufholen (vor dem letzten), ein Plus von xy Prozent (nach dem Christkind). Die Erfinder dieses saublöden Rituals gehören strafweise ein Jahr lang mit „Last Christmas“ zwangsbeschallt und mit Piña-Colada-Punsch abgefüllt.

Denn 1.: Das Weihnachtsgeschäft macht nur noch zwei Prozent des gesamten Handelsgeschäfts aus, vor ein paar Jahrzehnten waren es noch zehn. Heißt, dass heute viel mehr gekauft wird als früher, nämlich das ganze Jahr über.

Denn 2: War da nicht einmal noch eine ganz andere Weihnachtsfunktion?
(Quelle: Andreas Schwarz im Kurier vom 26.12.2012)