Kredite: Vorsicht bei Zins-Aufschlägen!

Teure Kredite durch steigende Zins-Aufschläge

Die AK prüfte die Gewinnspannen (Aufschläge) bei neu vergebenen Privatkrediten. Die Analyse von Juni 2011 bis Februar 2012 zeigt: Trotz sinkender Euribor-Zinsen drehten einige Banken bei Abschluss des Kredits kräftig an den Aufschlägen. „Einmal ausgemacht, schleppen die Kunden die hohen Aufschläge über die gesamte Laufzeit mit“, kritisiert Gabriele Zgubic, Leiterin der AK Konsumentenpolitik. „Steigen dann noch die Zinsen, wird der Kredit empfindlich teurer.“

Aufschläge unter die Lupe genommen

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat im Auftrag der AK die Aufschläge auf die Refinanzierungskosten der Bank bei Privatkrediten (Konsum- und Hypothekarkredit) bei österreichischen Banken untersucht. Die Bank leiht sich Geld am Geld- und Kapitalmarkt ein und refinanziert sich so für die Kreditvergabe (dabei entstehen Refinanzierungskosten). Der Kreditzinssatz, den KreditnehmerInnen zahlen, setzt sich aus einem Zinssatz am Kapitalmarkt (Referenzzins für Kreditvertrag), zum Beispiel Drei-Monats-Euribor, plus eines Aufschlages zusammen. Den Aufschlag und dessen Höhe legt die Bank frei fest.

Viele Kreditverträge binden die Anpassung des Zinssatzes an den Drei-Monats-Euribor. Das heißt: Kredit-Zinsänderungen nach oben und unten dürfen nur dann sein, wenn sich der im Vertrag festgelegte Zinssatz, also der Euribor, ändert.

Das ergab die Untersuchung

Die AK Analyse zeigt: Die Aufschläge bei neu vergebenen Hypothekarkrediten stiegen bei einigen Banken von Juni 2011 bis Februar 2012 teilweise beträchtlich an. Im selben Zeitraum sind die Zinsen für den Drei-Monats-Euribor merklich gesunken. Einige Banken haben also bei neuen Krediten bei den Aufschlägen kräftig zu Lasten der KonsumentInnen zugelangt. Wer sich den Aufschlag schlecht ausverhandelt, hat das Nachsehen, da er über die gesamte Laufzeit gleich bleibt. Bei steigenden Zinsen kann das fatal teuer werden für die Konsumenten werden.

Was bedeutet ein höherer Aufschlag konkret?

Ein höherer Aufschlag von „nur“ 0,2 Prozentpunkten heißt für einen Kreditnehmer bereits eine Mehrbelastung: Bei einem 20.000 Euro Konsumkredit  würde er über die gesamt fünfjährige Laufzeit rund 110 Euro mehr Zins-Aufschlag zahlen. Bei einem 100.000 Euro Hypothekarkredit (Laufzeit 20 Jahre) heißt ein höherer Aufschlag von 0,1 Prozentpunkten eine Aufschlags-Mehrbelastung von rund 1.205 Euro über die gesamte Laufzeit.

5 Tipps, wenn die Bank an der Zinsschraube dreht:

  • 1. Zins-Aufschlag verhandeln: Der Aufschlag (und somit der gesamte Sollzinssatz) ist verhandelbar. Aber: Die Konditionen sind stark von Ihrer Bonität abhängig.
  • 2. Gesamtkosten prüfen: Holen Sie mehrere Offerte ein, und vergleichen Sie die Gesamtkosten: Die Banken müssen Ihnen ein Musteroffert (Europäische Standardinformation) aushändigen. Sie haben zudem das Recht auf einen kostenlosen Kreditvertragsentwurf zur genauen Prüfung der Konditionen und Klauseln vor Vertragsunterzeichnung.
  • 3. Laufzeit beachten: Bei Verhandlungen immer die Belastung während der gesamten Laufzeit im Auge haben. Ein niedrigerer Sollzinssatz von 0,125 Prozent kann langfristig mehr Kostenersparnis bringen als etwa ein Nachlass bei der Bearbeitungsgebühr.
  • 4. Zins-Anpassungen beleuchten: Lassen Sie sich die Anpassung bei den Zinsen von Ihrem Bankberater erklären. Die Zinsgleitklauseln bestimmen, wie oft und wann der Vertragszinssatz an die Leitzinsen angeglichen wird. Die Banken verwenden in ihren Beträgen unterschiedliche Leitzinsen des Geld- und Kapitalmarktes.
  • 5. Achtung, Nebenkosten: Achten Sie die einmalig anfallende Bearbeitungsgebühr zu Vertragsabschluss, die null Prozent bis vier Prozent vom Kreditbetrag ausmachen kann. Sie ist verhandelbar. Auch die Spesen für das Kreditverrechnungskonto sind ein Kostenfaktor: Die Bandbreite reicht von null bis 14,73 Euro pro Quartal. Wenn Banken Sicherheiten in der Form von Ablebensversicherungen verlangen, dann gilt: Nicht erstbestes Versicherungsangebot unterschreiben, sondern eventuell bereits bestehende Versicherungen einbringen oder Alternativ-Angebote einholen.

Unternehmen Steuersünder

Die Finanzpolizei geht nun verschärft gegen Steuersünder unter den Unternehmen vor. Für einen effektiveren Kampf gegen den Steuerbetrug braucht es aber zusätzliches Personal.

In der Branche GASTRONOMIE: 114 Mio €
In der Branche DIENSTLEISTUNG: 164 Mio €
In der Branche BAU: 221 Mio €
In der Branche HANDEL: 300 Mio €

Im März hatte Franz Kurz einiges zu tun. Gleich viermal fühlten der Finanzpolizist und seine Kollegen bei Großeinsätzen möglichen St4euersündern unter den Unternehmen auf den Zahn: Zuletzt betraf die „Aktion scharf“ eine Großbaustelle auf der Donauplatte im 22. Bezirk. Im Vorfeld hatte man Rechnungen von Scheinfirmen entdeckt, die Steuerbetrug nahelegten.

Steuerehrlichkeit
Stabsmäßig vorbereitet rückten rund 70 Finanzpolizisten nach der Einsatzbesprechung um 07:00 Uhr gemeinsam mit der Fremden- und Sicherheitspolizei zu der 29 stöckigen Baustelle aus. Die Einsatzkräfte fuhren gezielt von Stockwerk zu Stockwerk, um die Papiere von allen 600 Beschäftigten der 87 Firmen – vom Eisenbieger über den Maurer bis zum Kranfahrer – mit den Anmeldungen abzugleichen. Das Ergebnis: Nicht alle der Unternehmen, Sub-Unternehmen und Sub-Sub-Unternehmen hatten die Beschäftigten ordnungsgemäß angemeldet, nicht alle hatten Steuern gezahlt.
Rund 120.000 Euro an hinterzogenen Steuern und Sozialabgaben konnten gleich vor Ort gepfändet werden. Ein erfolgreicher Einsatz für Franz Kurz und seine Kollegen, nicht nur weil Geld in die Staatskassen geflossen ist: „Bei unserer Arbeit geht es darum, bewusst einkalkulierten Steuerbetrug und Steuerhinterziehung zurückzudrängen, damit sie die redlich arbeitenden Unternehmen überhaupt erst Chancen bei Ausschreibungen an Aufträgen zu gelangen.
Um wie viel Steuergeld der österreichische Fiskus – und damit wir alle – betrogen werden, lässt sich nicht sagen. Das Wirtschaftsforschungsinstitut WIFO schätzte vorsichtig, dass in Österreich fast 8 Milliarden Euro pro Jahr „schwarz“, also ohne Steuer dafür zu zahlen erwirtschaftet werden.

Steuerrückstände
Eine parlamentarische Anfrage zeigt aber, dass auch bei den Steuerrückständen, die den Finanzämtern bereits bekannt sind, noch einiges Geld ausständig ist. Auffällig sind die besonders hohen Summen in der Bau-Branche, in der Gastronomie oder Hotellerie, bei Unternehmensdienstleistungen und im Handel (siehe oben).
Insgesamt waren es am 31. Dezember 1.387.594.724 Euro, also ganze 1,4 Mrd, Steuerrückstand der österreichischen Unternehmen „fällig und bearbeitbar“. Ein Teil dieses Geldes ist verloren, weil die Unternehmen in Konkurs oder aber auch untergetaucht sind, einen zweiten Teil aber kann die Finnz eintreiben.

Personal – Engpässe
Für den Kampf gegen Steuersünder und Steuerbetrüger braucht es aber mehr Personal.
Immerhin: Die Finanzpolizei soll bis 2016 auf 800 MA fast verdoppelt werden. Das alleine reicht aber nicht, denn mit der Kontrolle und dem Eintreiben von Steuerrückständen vor Ort ist es nicht getan. Otto Farny, Leiter der AK Abteilung für Steuerrecht, sagt zum Beispiel: “ Es nützt wenig, wenn die Finanzpolizei einen Erfolg hat und dann im Finanzamt zu wenig Mitarbeiter da sind um die Firmen weiter zu prüfen.“
Bei der Aktion scharf auf der Donauinsel wurde zum Beispiel eine Firma ohne Firmensitz entdeckt, die rund 900 Beschäftigte angemeldet hat, obwohl nur einer auf dieser Baustelle arbeitete. Siwe steht unter dem Verdacht die Sozialversicherung zu betrügen. Um solchen Verdachtsmomenten nachgehen zu können, braucht es nicht nur Finanzpolizisten, sondern auch mehr Betriebsprüfer, Lohsteuerprüfer und Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Abgabensicherung, die auch Exekutionen durchführen.
Schließlich müssen nicht nur Unternehmen, die gänzlich illegal an der Steuer vorbeiwirtschaften, überprüft werden, sondern auch jene, die trotz Steuererklärung, nicht alle Abgaben korrekt bezahlen. Das lohnt sich auch für die Staatskasse: Ein Mitarbeiter mehr bringt zehn mal soviel ein, als er für den Staat kostet.

Quelle: AK Für Sie Heft April 2012

Westbahn fährt an Umsatzziel vorbei

Die zwischen Wien und Salzburg fahrende Bahn dürfte ihr Ziel, im ersten Geschäftsjahr operativ einen Gewinn zu schreiben, verfehlen

Wien – Die seit Dezember 2011 zwischen Wien und Salzburg fahrende mehrheitlich private Westbahn dürfte ihr Ziel, im ersten Geschäftsjahr operativ einen Gewinn zu schreiben, nicht erreichen. „Es kann sein, dass wir es nicht erreichen“, so der Chef des ÖBB-Konkurrenten, Stefan Wehinger nach drei Monaten Geschäftsbetrieb laut einem Bericht der Tageszeitung „Die Presse“ (Dienstagausgabe). Grund dafür seien die Billigtickets der ÖBB (Sparschiene), die zu einem erbitterten Preiskampf geführt hätten. „Beim Umsatz liegen wir deswegen um 20 Prozent unter unserem Planwert“, so Wehinger.

Mit rund 4 Mio. Euro Umsatz pro Monat hatte die Westbahn ursprünglich gerechnet. Nach 100 Tagen fehlten nun aber knapp 2,5 Mio. Euro Umsatz. heißt es im Bericht weiter.

Das Geld sollte der Westbahn aber nicht so schnell ausgehen: „Wir haben ein klares Bekenntnis der Eigentümer, um uns mit genügend Geld auszustatten“, wird Wehinger zitiert. Dies schließe auch die französische Staatsbahn SNCF ein, die 26 Prozent an der Westbahn hält. „Und die Finanzkraft der SNCF liegt deutlich über jener der ÖBB“, sagt Wehinger.

Wie berichtet, will die Westbahn die derzeitige Preispolitik der ÖBB aber nicht hinnehmen und hat vor der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) bereits eine Klage eingebracht. (APA, 20.3.2012)

Quelle: Der Standard

Liebe Leute, liebe Besucher dieses Blog!

Ich wünsche Euch ein schönes Osterfest. Bleibt friedlich.
Unseren PO-litikern wünsche ich viele ….. die sie uns ja täglich legen.
Möge eines dieser Eier sie auch selber treffen. Aber das bleibt wahrscheinlich Wunschdenken.

Möge der Herr Wehinger, Huber und wie die alle heissen, die UNSERE Bahn eigentlich nur beschissen haben mit ihrem/unserem Geld möglichst lange mit dem Ausgeben warten, denn eines ist sicher:

DAS LETZTE HEMD HAT KEINE TASCHEN.

In diesem Sinne wieder nach Ostern
Euer Mohlibert